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Die ganze Sternwarte ist seit dem Umbau rollstuhlgängig (inkl. WC). Auf die Beobachtungsterrasse gelangt man mit dem Rollstuhl ebenerdig direkt via Parkplatz. Damit unterstützt die Sternwarte das Motto der Stadt Bülach: «Stadt ohne Hindernisse».

Die Sternwarte Bülach hat auch einen eigenen YouTube-Kanal auf dem gelegentlich grössere astronomische Ereignisse übertragen werden.

Cassegrain-Zwillingsteleskope

Herzstück auf der geräumigen Dachterrasse ist das grosse „Zwillingsfernrohr“ mit Spiegeldurchmessern von 85 und 50 cm. Der 85er ist ein reines Cassegrain-Teleskop mit einer Brennweite von 7.8 m. Das andere Fernrohr kann von Cassegrain- in Newton-Konfiguration umgerüstet werden. Hier werden Brennweiten von 10 bis 15 m (Cassegrain) und 2.5 m (Newton) erreicht. In dieser Anordnung ist das Bülacher Teleskop in seiner Bauart schweizweit einzigartig.

Ritchey-Chrétien Astrograf

Seit einigen Jahren ergänzt ein Ritchey Chrétien-Astrograf (Pro RC 360) der RC-Astrograf von Officina Stellare mit einem huckepack montierten TEC-Refraktor den „Teleskoppark“. Angesteuert werden sie von einer GM4000QCI Montierung von 10micron. Beide neuen Teleskope werden vor allem für astrofotografische Zwecke eingesetzt, dienen aber auch als zusätzliche Beobachtungsgeräte.

Meade, Takahashi und Coronado Aussenteleskope

Für die Sonnenbeobachtung von Mitte Mai bis Mitte August stehen ausserdem verschiedene kleinere Teleskope zur Verfügung: je ein Meade 127ED/APO EMC und Takahashi FSQ zur Weisslichtbeobachtung und ein Coronado SolarMax3 90 H-Alpha. Ebenfalls ist ein Heliostat (Sonnenbild mit 1 Meter Durchmesser auf Leinwand projiziert) vorhanden.

ZEISS-Coudé-Refraktor

Seit 1997 steht auf der Beobachtungsterrasse ein ZEISS-Coudé-Refraktor der ehemaligen ETH-Sternwarte Zürich. Dieses Instrument hat ein ortsfestes Okular, egal in welche Himmelsrichtung das Fernrohr schaut. Es kann bequem sitzend beobachtet werden (geeignet auch für Leute im Rollstuhl) und wird aktuell hauptsächlich zur Sonnenbeobachtung und zum Zeichnen der Sonnenflecken eingesetzt.

Die Sonne gibt die Zeit an

Seit Mai 2018 ist vor der Sternwarte eine Hohlzylinder-Sonnenuhr montiert. Diese wurde im Rahmen eines Projektes zusammen mit der Jugendgruppe der Sternwarte realisiert. Als Schattengeber dient ein Nodus, welcher einen Schattenpunkt auf das Zifferblatt an der massiven Chromstahlkonstruktion wirft. Dieses ist über 2 m breit und 0,5 m hoch und zeigt die Analemma-Kurven in 15-Minuten-Abständen, was ein recht präzises Ablesen der Zonenzeit in MEZ oder MESZ erlaubt. Durch die Datumslinien auf dem Zifferblatt lässt sich zudem das ungefähre Kalenderdatum ablesen.